Was ist SEPA?

Das Verfahren bildet Grundlage und Regelwerk für den einheitlichen Zahlungsverkehr im europäischen Raum. Durch die Einführung des Lastschriftverfahrens wurde das „Single Euro Payments Area“-Framework im Jahre 2009 komplettiert.

Das darin enthaltene Basislastschriftverfahren kommt hierbei für zahlungspflichtige Privatpersonen in Frage. Es ähnelt dem gängigen Lastschriftverfahren mit Einzugsermächtigung. Dennoch besitzt es einige Besonderheiten, die es vom klassischen Einzugsverfahren unterscheidet:

Das SEPA-Mandat
Für einen Einzug erfordert es vom Zahlungsempfänger ein SEPA-Lastschriftmandat. Dieses gestattet dem Empfänger der Zahlung einen fälligen Betrag vom Konto des Zahlungspflichtigen einzuziehen. Gleichzeitig – und das ist neu – wird auch die Bank des Zahlungspflichtigen mit der Einlösung der SEPA-Lastschrift beauftragt. Aus diesem Grund ist es ebenfalls erforderlich, dass die Lastschrift auch an die Bank des Zahlungsempfängers weitergereicht wird – in der Regel auf dem elektronischen Wege. In der Regel ist das Mandat einmal gültig oder wiederkehrend, also unbefristet. Sollte es jedoch innerhalb von 36 Monaten keine nachfolgenden Lastschrift geben, erlischt es und muss erneuert werden.

Fristen zur Einreichung bei Basislastschriften
Beim ersten Mal gilt die Vorlaufzeit von fünf Bankarbeitstagen – bzw. bei einmaliger Durchführung. Nachfolgende Lastschriftvorgänge bedürfen zur Vorlegung der Einhaltung von zwei Bankarbeitstagen. Der Vorlauf gewährleistet dem Zahlungspflichtigen noch vor der Buchung widersprechen zu können.

Fristen für Rücklastschriften
Einer Basislastschrift mit gültigem Mandat kann innerhalb von acht Wochen nach Fälligkeit widersprochen werden. Bei unautorisierten Mandaten kann die Rückbuchung innerhalb von 13 Monaten erfolgen. Danach ist kein Einspruch mehr möglich.

Das SEPA-Lastschrift für Firmen
…ist ein beliebtes Intrument im deutschen Raum. Auf diese Weise lassen sich fällige Beträge schnell einziehen. Der Einreicher des Mandates kann den Zeitpunkt der Zahlung selbst steuern und somit seinen eigenen Verwaltungsaufwand entlasten. Der Kunde zahlt so stets „pünktlich“.

Die Merkmale einer SEPA-Lastschrift für Firmen
Diese richtet sich ausschließlich an zahlungspflichtige Unternehmen innerhalb der teilnehmenden europäischen Länder. Hierbei autorisiert der Zahlungspflichtige die Lastschrift durch das entsprechende Mandat „SEPA B2B Direct Debit“ (SDD).

Das Hauptaugenmerk der SEPA-Firmenlastschrift liegt vordringlich auf dem Verzicht auf das Widerspruchrecht, denn nach Fälligkeit besteht keine Widerspruchmöglichkeit durch den Zahlungspflichtigen.

Bei der SEPA-Firmenlastschrift muss das Lastschriftmandat noch vor der ersten Fälligkeit bei der Bank des Zahlungspflichtigen vorliegen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass nur gültige Firmenlastschriften eingelöst werden können.