Die Gläubiger-ID

Mit SEPA besteht erstmals auch die Möglichkeit offene Forderungen außerhalb nationaler Bankensysteme einzuziehen. Dazu benötigt der Zahlungsempfänger (Gläubiger) eine eindeutige Kennung, die sogenannte Gläubiger-Identifikationsnummer (UCI „Unique Credit Identifier“). Diese wird jedem SEPA-Mandat angehängt, um eine Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Der Aufbau der  maximal 35-stelligen Nummer setzt sich nachfolgend zusammen aus:

  • zweistelligem ISO-Ländercode, z.B. „DE“ für Deutschland
  • zweistelliger Prüfziffer (die den Creditor Business Code nicht berücksichtigt)
  • dreistelligem Creditor Business Code, der vom Kunden selbst definiert werden kann
  • nationales Identifikationsmerkmal mit bis zu 28 Stellen

In Deutschland hat die Deutsche Bunsdesbank die Vergabe und Verwaltung übernommen und hat in der Regel 18 Stellen und der sogenannte Creditor Business Code wird von der Deutschen Bundesbank mit „ZZZ“ vorbelegt. Für die späterne SEPA-Mandate kann der Zahlungempfänger diesen Code freigeben, somit für unterschiedliche IDs für unterschiedliche Abteilungen generieren und parallel einsetzen.

Die Gläubiger-ID kann über den elektronischen Weg bei der Deutschen Bundesbank beantragt werden.